25.11.2007

Fundstück: Glaube und soziale Gerechtigkeit

Habe auf Tobys Blog folgenden Post gelesen, denn ich hier in Auszügen wiedergebe:

"Gesellschaftstransformation Part 6"

Gesellschaftstransformationsprozesse sind nichts Neues, sondern gab es in der (Kirchen-) Geschichte immer wieder. Besonders im Pietismus des 17. und 18. Jahrhunderts gab es viele gesellschaftstransformatorische Prozesse, die ganze Dörfer, Städte und Landstriche veränderten und beeinflussten. Die Folgen des 30jährigen Krieges (mit großer Armut, Kriegsopfer, Seuchen, Waisen etc.) waren für die Menschen katastrophal. Eine in Orthodoxie erstarrte Kirche hatte dem wenig entgegenzusetzen. Es waren erweckte Christen (Spener, Francke, Zinzendorf u.v.a.) die die Not ihrer Zeit erkannten und Heil und soziales Engagement wieder zusammen- brachten... (genauer nachlesen)
Nicht nur das Heil des Einzelnen war gefragt, sondern die Verantwortung für den ganzen Menschen, seinem Lebensentwurf, ja überhaupt den Menschen eine Überlebenschance zu geben. Der frühe Pietismus ist in mehrfacher Hinsicht Beispiel für transfromatorisches Handeln. Er war in vielen Bereichen wirksam: 1. im sozialdiakonischen 2. im pädagogischen 3. im sozialethischen 4. im missionarischen Handeln. Dieses Wahrnehmung von gesellschaftlichen Nöten haben an vielen Stellen transformatorische Prozesse entstehen lassen. Das sozialdiakonische Handeln des Pietismus kann man zusammenfassen in den Worten des Apostels Paulus: „Der Glaube, der durch die Liebe tätig wird“ (Gal 5,6). ... (alles lesen)
Er beendet seinen Post mit einem Zitat der Micha Initiative:
„Wenn wir die Welt ignorieren,
dann betrügen wir das Wort Gottes.
Wenn wir das Wort Gottes ignorien,
dann haben wir nichts, was wir der Welt geben können.
Gerechtigkeit und Rechtfertigung durch Glauben,
Anbetung und politisches Handeln,
das Spirituelle und das Materielle, persönlicher Wandel und
struktureller Wandel gehören zusammen.
Wie im Leben Jesu bilden Sein, Tun und Sagen
den Kern unseres integralen Auftrags.“
Was bedeutet das für mich persönlich und für uns als ICF Bewegung hier in Paderborn? Zwei Ebenen unter unserer neuen ICF Location am Kaiserplatz ist der Bussbahnhof und hinten in der Ecke ist der Obdachlosen Treffpunkt von Paderborn. Da unten bleibt man ungestört und es ist immer ausreichend warm. Die Tür zu unserem Lieferanteneingang im Keller ist ihr "Urinoir". Es stinkt erbrämlich, aber wir bekommen immer einen freundlichen Gruß beim Be- und Entladen. Wir wollten bewusst keine Location irgendwo auf der Wiese oder im Vorort. Jetzt sind wir gespannt, was für Potential an Kaiserplatz auf uns wartet. Es fühlt sich alles wie ein live Experiment an. Große Erwartungen.
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michael