13.11.2007

Lied statt Gedicht


Am Sonntag war ein super stressiger Tag, an dem ich erst abends um neun am Computer saß, da hab ich ein Gedicht doch komplett vergessen und war auch gar nicht in Stimmung dafür. Das miese Herbstwetter und der übliche Stress ziehen mich emotional zur Zeit runter, obwohl objektiv gesehen kein Grund für miese Laune besteht. Deshalb habe ich mir dann gestern morgen absichtlich einen Ohrwurm verpasst, an dem ich euch hier als Gedichtersatz teilhaben lassen möchte. Ein Lied von Manfred Siebald (macht Lieder im Stil von Reinhard Mey, aber während letzterer immer aggressiver und politischer wird, wird Siebald eher nachdenklicher - ich mag beide ab und zu.)

Ein neuer Morgen

Ein neuer Morgen, ein neues Lied
und deine Sonne weckt in mir die hellen Töne.
Die Himmel singen, ich singe mit
von jedem Wunder das mein Auge heute sieht.

Wunder hast du längst an mir getan
wuscht mir dunkle Flecken von der Seele
und seit ich mich damit nicht mehr quäle
fängt jeder Tag wie ein Wunder an.

Wunder tust du heut von früh bis spät
lässt mich schmecken, hören, fühlen, lachen,
lässt mich schlafen und dann neu erwachen
ich spür, dass nichts sich von selbst versteht.

Wunder wirst du tun mein Leben lang
hilf mir, immer dich darin zu finden
und dich vor der Welt dann zu verkünden
mein ganzes Leben mach zum Gesang

Ein neuer Morgen, ein neues Lied
und deine Sonne weckt in mir die hellen Töne
die Himmel singen, ich singe mit
von jedem Wunder, das mein Auge heute sieht.