04.04.2008

Jugendliche, Lifestyle und Kirche

"Jugendliche sind auf der Suche nach Spiritualität und Schönheit, obwohl es ihnen in Wahrheit nur um sich selbst geht. Sie sind lustvoll, medienaffin und verantwortungsbewusst. Gleichzeitig aber auch sehr pragmatisch und durchaus auf ihren Vorteil bedacht. Jugendliche halten sich für ihre Lebensentwürfe möglichst viele Optionen offen und wollen flexibel sein, um dort anzudocken, wo es ihnen nützt."
Das zumindest sagt ein Artikel von WELT Online "Generationen-Barometer: Deutschlands Jugendliche werden immer egoistischer." auf den sich dieser Post stützt. WELT Online bezieht sich auf eine Umfage des
Heidelberger Sinus-Instituts, das im Auftrag des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und des Bischöflichen Hilfswerks Misereor Jugendliche zwischen 14 und 27 befragte und kürzlich veröffentlichte.
In der Studie wurde in sieben verscheidene Gruppen von Jugendlichen unterschieden, die abbilden, was Jugendlichen in Bezug auf Lebensstil, Geschmack, Zukunftsvorstellungen und Sehnsüchte wichtig ist. Bei den "traditionellen", "bürgerlichen" und "postmateriellen" Jugendlichen haben die Kirchen noch eine Chache. Diese Gruppen sind aber klein (insgesamt nur ein viertel, tendenz abnehmend). Die künftig tonangebenden Leitmilieus, sind die "performer" und die "experimentalisten". Sie machen zusammen fast 40% aus. Bei diesen Gruppen ist Spritualität durchaus angsagt, aber die etablierten Angebote der Kirchen wirken verstaubt und könnten das eigene Image schädigen. Sie sind auf der Suche nach Ästhetik und Schönheit und begegnen herkömmlichen Lebensmodellen und Denkansätzen eher kritisch. Eine große Herausforderung für Kirchen mit etablierten und traditionelen Formen. Könnte mir vorstellen, dass genau diese Jugendlichen sich im ICF Paderborn wohl fühlen... ;-) (Hier ein Artikel des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend - BDJK zur Studie)

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Michael